Hier möchten wir euch Informationen zu vergangenen Nazikonzerten in Rostock und MV geben und auf Personen, die mit KC- und anderen Nazikonzerten in Verbindung stehen, aufmerksam machen.

>>> ganz aktuell – KC-Konzert in Brandenburg: MoPo-Artikel

Pressetexte zu vergangenen Nazikonzerten in MV

Werbung von und für „unpolitische“ Freunde

Pressemitteilungen der AJI


1. Martin Krause

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Der 27 Jahre alte Neonazi aus Rostock ist seit Jahren als Wahlkampfhelfer für die NPD tätig. Neben seiner Tätigkeit „Veranstalter von Rechtsrock-Konzerten“, greift er in seiner Freizeit zudem selbst zur Gitarre, wie etwa bei einem Liederabend des neonazistischen „Nordischen Hilfswerk“, welches als Vermittler zwischen der rechtsradikalen Szene in Deutschland und Skandinavien fungiert.
Seit der Eröffnung des Naziladens Dickkoepp (Früher East Coast Corner, kurz: ECC) in der Rostocker Innenstadt mischt er auch dort tatkräftig mit; so zum Beispiel im Januar 2008, als er einen Passanten aufgrund seiner langen Haare als „schwules Schwein“ bezeichnete. Zufällig war dieser aber Rechtsanwalt und scheute im Gegensatz zu vielen Anderen nicht davor zurück dies zur Anzeige zu bringen, so das Krause seit dem neben Betrug auch wegen Beleidigung vorbestraft ist.


2. Lars Jacobs

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Lars Jacobs war lange Zeit einer der betriebsamsten Neonazis sowohl in Rostock als auch in Norddeutschland. Als Mitglied in der mittlerweile verbotenen Wiking Jugend und der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei [FAP] verfügt er über Kontakte zum Ku-Klux-Klan aus den USA. Weiterhin war er Initiator der ehemaligen Kameradschaft Aktionsgruppe Festungsstadt Rostock [AGR], Anmelder eines der größten neonazistischen Aufmärsche anlässlich des Volkstrauertages in Halbe (Brandenburg), sowie Vermieter von Musiktechnik für vorzugsweise politische Veranstaltungen und Rechtsrockkonzerte. Mit seiner damaligen Firma „Nationale Medien Norddeutschland“ [NMN], die darüberhinaus eine Gulaschkanone zur Miete anbot, organisierte Jacobs 2007 auch das erste Kategorie C Konzert in Rostock.


3. Birger Lüssow

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Ebenso wie Lars Jacobs gilt Birger Lüssow als eine der zentralen Figuren in der „Aktionsgruppe Festungsstadt Rostock“ [AGR]. Bevor er 2005 im Zuge der „Volksfront von rechts“ in die NPD eintrat, zählte auch er zum NPD-kritischen Milieu der „Freien Kameradschaften“. Zunächst übernahm er die Führung des NPD-Kreisverband „Mecklenburg-Mitte“ und kandidierte schliesslich auf Platz 5 der Landesliste der NPD zur Landtagswahl 2006. Seitdem ist er als Mitglied er NPD-Fraktion Mitglied des Landtages. Seit im Juni 2007 der Neonaziladen „East Coast Corner“ in Rostock eröffnete, trat er immer wieder in dessen Umfeld auf, bis er dort schliesslich selbst ein Bürgerbüro einrichtete und den Laden 2008 von Torben Klebe und Thorsten DeVries übernahm. Die Eintrittskarten für das Konzert mit „Kategorie C“, gibt es schliesslich auch bei ihm selbst im „Dickkoepp“ (wie der Laden seit seiner Übernahme heisst) zu kaufen.


4. Hannes Ostendorf

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Der Bremer Neonazi Hannes Ostendorf ist Sänger und Organisator der rechten Hooliganband „Kategorie C“. Schon als Teenager wurde er in der Szene durch einschlägige Aktivitäten bekannt, so verübte er 1991 unter anderem einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft; er war damals Kopf einer sich selbst als „Penny-Crew“ bezeichnenden Jugendclique, die regelmäßig Jagd auf Linke, Punks und Migranten machte. Sein Bruder Henrik Ostendorf, der nicht nur Mitglied bei den Bremer Hooligans von „Standarte Bremen“ ist, sondern auch im verbotenen Neonazi-Netzwerk „Blood & Honour“ mitwirkt, zeigte dem jüngeren Bruder Hannes schon früh, das sich Fußball und Politik vortrefflich verbinden lassen. So gründete Hannes Ostendorf 1997 nicht nur die Hooliganband „Kategorie C“ sondern wurde auch Mitglied in der lokalen „Blood & Honour“-Band „Nahkampf“. Mit den Einnahmen aus seinen Bandprojekten kann er inzwischen auch ganz gut seinen Alltag bestreiten. Im letzten Jahr setzte die Firma „KC Music Ltd.“ monatlich ca. 25.000 € um.